Anleitung Blog schreiben

Anleitung: Wie Du gute Blogartikel schreiben kannst

Wie kann ich einen guten Blog schreiben? Diese Frage höre ich immer wieder. Offenbar haben viele einen großen Respekt davor, sich hinzusetzen und etwas zu schreiben. Einen Blogartikel zu schreiben ist aber keine Kunst, als vielmehr reines Handwerk! Beim Bloggen solltest Du bestimmten Regeln folgen und trotzdem Deinen ganz eigenen Stil entwickeln. Viele dieser Regeln haben aber einen technischen Hintergrund und sollten daher eingehalten werden. Das klingt jetzt viel komplizierter als es ist. Deshalb habe ich Dir hier einmal die wichtigsten Punkte aufgeschrieben, wie Du den perfekten Blog schreiben kannst.

1. Vor dem Blog schreiben: Plane das Thema

Vor allen anderen Schritten sollte selbstverständlich eine ausführliche Themenplanung stehen. Du musst ja schließlich wissen, über was Du schreibst! Manche Leute verwechseln das Bloggen mit einem ziellosen Schreiben ins Blaue. Das ist es aber ganz und garnicht. Sammele also jetzt zunächst alle wichtigen Fakten und recherchiere Hintergründe und Einzelheiten. Werde Dir ganz genau bewusst, was Du schreiben willst und was die Hauptaussage Deines Blogartikels werden soll. Manchmal dauert dieser Schritt länger als alle weiteren.

Aber wie kannst Du nun das richtige Thema finden? Das ist oft garnicht so leicht. Ein paar Tipps: Versetze Dich in Deine Leserinnen und Leser und überlege Dir, was für sie wirklich interessant ist. Ein guter Blogartikel bietet immer einen gewissen Mehrwert. Bei Serviceartikeln – wie beispielsweise dieser Artikel – ist das relativ einfach. Eine Anleitung, ein Tutorial oder ein Testbericht bringt den Mehrwert von sich aus mit. Aber auch inhaltliche Statements und andere typische Blogartikel sollten den Gedanken nicht ausser acht lassen, wertvoll für die Leserinnen und Leser zu sein.

2. Mache eine Keyword-Recherche

Eine ausführliche Keyword-Recherche ist für den Erfolg Deines Blogs extrem wichtig. Ein Keyword ist eine Art Schlagwort, welches als Suchbegriff bei einer Suchmaschine eingegeben wird. Wenn Du nun also ein Thema gefunden hast, solltest Du Dir überlegen, mit welchen Suchworten die Nutzer wohl bei Google nach diesem Thema suchen. Nur wenn Du dann diese Begriffe, Wörter und auch ganze Phrasen verwendest, hast Du eine Chance mit Deinem Blogbeitrag zu diesem Thema bei Google gefunden zu werden. Hinter diesem ganzen Punkt steht das Thema Suchmaschinenoptimierung, über das Du Dich hier weiter informieren kannst.

Du sollest die für Dein Thema relevanten Keywords auf jeden Fall in der Überschrift Deines Blogartikels verwenden und sie auch im Text und in den Zwischenüberschriften nicht außer acht lassen.

3. Lege die Struktur Deines Blogartikels fest

Früher habe ich immer einfach drauf los geschrieben und am Ende geschaut, wo ich lande. Besonders effizient und zielgerichtet war dies aber nicht und das Bloggen wurde so schnell sehr beliebig. Besser ist es, wenn Du Dir eine konkrete Struktur überlegst und so zunächst eine Art Gerüst für Deinen Blogbeitrag erstellst. Sowohl Deine Leser als auch die Suchmaschinen lieben klar gegliederte Texte mit nicht zu langen Absätzen und vielen Zwischenüberschriften. Ein Absatz sollte um die 150 Wörter lang sein. Nach einem oder wenigen Absätzen folgt dann idealerweise die nächste Zwischenüberschrift.

Bei den Zwischenüberschriften solltest Du eine Sache technisch beachten: Sie müssen in HTML als wirkliche Zwischenüberschriften gekennzeichnet sein. Überschriften einer Webseite haben eine klare Rangordnung von 1 bis 6. Eine Überschrift mit Rang 1 kommt klassischer Weise nur einmal in jedem Beitrag vor, sie ist Deine Haupt-Überschrift. Die Zwischenüberschriften haben meistens den Rang 2. Du kannst aber auch alle anderen Überschriften verwenden – solange Du es in einer sauberen Struktur machst. Beispiel: Eine Überschrift mit Rang 3 muss in einem Absatz mit einer Überschrift mit Rang 2 vorkommen und es darf nicht mal eben auf 4 oder 5 gesprungen wurden. In den meisten Webseitesystemen kannst Du im Editor bequem den jeweiligen Rang einer Überschrift einstellen.

Die Struktur eines Blogbeitrags lege ich immer mit den Zwischenüberschriften fest – das bedeutet, dass ich diese zuerst aufschreibe und danach die einzelnen Absätze fülle. Wenn Du Dir diese Arbeit einmal gemacht hast, ist es ein Kinderspiel den restlichen Text des Blogs zu schreiben und Du verzettelst Dich nicht. Ich würde Dir raten, in einem Blogbeitrag immer zwischen drei und zwölf Zwischenüberschriften zu verwenden.

Blog schreiben - Struktur beim Bloggen

So hat dieser Beitrag ausgesehen, als ich mit der Struktur fertig war.

4. Finde die perfekte Überschrift für Deinen Blog

Die Überschrift hat für Deinen Blog eine enorme Bedeutung. Denn sie soll ja Nutzer dazu verleiten, auf einen Link zu klicken und Deinen Beitrag zu lesen. Ich lege die Überschrift meistens fest, bevor ich den Beitrag selbst schreibe. Damit stelle ich sicher, dass der Beitrag am Ende auch perfekt auf die Überschrift optimiert wird und ich wirklich zielgerichtet schreibe.

Überschriften schreiben kannst Du lernen. Es gibt regelrechte Baukästen für gute Überschriften. Lies Dir doch mal diesen Beitrag von mir durch, da kannst Du viel über Überschriften lernen!

5. Jetzt kannst Du Deinen Blog schreiben!

Endlich geht es los! Du kannst mit dem Blog schreiben beginnen! Da Du jetzt inhaltlich perfekt vorbereitet bist und auch die Struktur Deines Artikels komplett steht, ist das Füllen der Absätze eigentlich fast nur noch Fleißarbeit! Wichtig ist, dass Du jetzt eine gut verständliche Sprache verwendest und immer aus der Ich-Perspektive schreibst. Versuche, die Sätze kurz zu halten. Ein guter Blogartikel ist leicht zu lesen, unterhaltsam und bietet einen gewissen Mehrwert. Er sollte meinungsstark und vielleicht auch ein bisschen provokant sein – einfach so, wie Du auch selbst gerne einen Text lesen würdest.

6. Suche ein passendes Titelfoto und weitere Fotos

Dein Artikel benötigt mindestens ein Foto – nämlich das Titelbild. Dieses wird später auch auf Facebook, Twitter & Co. angezeigt. Selbst wenn das Design Deiner Webseite so ein Foto nicht zwingend vorsieht (und das sollte es!), brauchst Du es daher. Das Foto sollte möglichst gut Deinen Artikel illustrieren und dazu passen. Vielleicht passt aber in Dein Konzept auch, dass Du Dich mit diesem Fotos selbst vermarktest und daher meistens Du selbst zu sehen bist.

Natürlich sind auch im Artikel selbst später Fotos gut. Ich gebe zu, das schaffe ich selbst oft nicht. Dennoch: Versuche, mehrere Fotos zu verwenden. Das finden dann wieder sowohl Deine Leser toll, als auch die Suchmaschinen. Vergiss nicht, die Fotos mit einem alternativen Text zu versehen – dem sogenannten Alt-Tag. Sonst können die Suchmaschinen nicht erkennen, was darauf abgebildet ist.

7. Binde gute interne und externe Links ein

Lass Deinen Text nie alleine stehen, sondern verweise an passender Stelle auf andere Beiträge auf Deiner Seite und auf Beiträge auf externen Seiten. Dies ist erstens eine gute Serviceleistung für Deine Leser und sie werden Dir das honorieren. Zweitens können so Suchmaschinen noch viel besser einordnen, um was es bei Dir geht und ob Du für ein bestimmtes Thema relevant bist. Links sind daher sehr wichtig!

8. Bearbeite die Metadaten

Metadaten sind die Informationen eines Beitrages, die nicht von den Lesern selbst gesehen werden, sondern z.B. von Suchmaschinen und Social Networks. Früher hat man vor allem versucht, möglichst viele Keywords aneinander zu reihen. Das kannst Du Dir heute komplett sparen, Google ist längst viel schlauer geworden. Dennoch sind korrekte Metadaten extrem wichtig, denn sie entscheiden beispielsweise darüber, wie Dein Beitrag bei Google oder Facebook aussieht. Der Titel darf nicht zu lang sein, es muss eine sehr kurze Beschreibung des Beitrags vorhanden sein und ein Titelfoto. Manche Webseitensysteme helfen Dir, diese Informationen korrekt einzutragen. Bei WordPress gibt es z.B. das kostenlose Tool Yoast.

Blog schreiben Metadaten

So sieht die Vorschau der Metadaten mit Yoast in WordPress aus

9. Mach eine Pause und lies erst dann Korrektur

Wenn Du jetzt dann endlich fertig bist, widerstehe bitte der Versuchung, direkt auf „Veröffentlichen“ zu klicken. Mach erst eine ausgiebige Pause und lies Dir den Text danach noch einmal gründlich durch. Ich stoße dabei oft auf Formulierungen, die ich beim Schreiben total logisch fand. Hinterer haben sie sich aber als völlig ungeeignet und missverständlich entpuppt. Ideal wäre, wenn Du erst einen Tag später Dich wieder an den Artikel machst.

10. Veröffentliche deinen Blog und promote ihn

Herzlichen Glückwunsch! Dein Artikel ist fertig und Du kannst ihn veröffentlichen. Jetzt gilt es, ihn möglichst gut zu promoten. Dabei helfen die Social Networks, ein E-Mail-Newsletter und vielleicht auch der ein oder andere persönliche Lesetipp.

P.S. Es lohnt sich übrigens, nach einiger Zeit zu Deinem Artikel zurückzukehren und ihn gegebenenfalls zu überarbeiten und zu aktualisieren!

Fazit: Bloggen ist nicht schwer!

Du siehst, eigentlich ist es garnicht so schwer, einen guten Blog zu schreiben. Mit der Zeit gehen Dir diese Abläufe ganz einfach von der Hand. Für mich war besonders hilfreich, immer zunächst eine Struktur festzulegen. Gerade aber die technischen Aspekte solltest Du nicht außer acht lassen – sie sind wirklich wichtig beim Blog schreiben. Möchtest Du Dich mehr über das Bloggen informieren? Hier findest Du viele weitere Informationen und hier findest Du eine Anleitung, wie Du einen Blog erstellst.

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