Facebook: Privates Profil, Seite – oder beides?

Du bist Politikerin oder Politiker? Du machst Social Media Marketing für einen Mandatsträger, Kandidaten oder Amtsinhaber? Dann fragst Du Dich vielleicht: Soll ich ein Facebook Profil oder eine Seite nutzen? Oder beides? Tatsächlich ist dies eine wichtige Grundsatzentscheidung, über die auch in Marketingkreisen viel diskutiert wird. Ich bin überzeugt, Du solltest auf jeden Fall beides nutzen. Ich weiß, das ist nicht unumstritten, ich habe aber gewichtige Argumente.

Mein Argument für eine Facebook-Seite

Die Facebook Seite hat gegenüber einem Profil einige Funktionen, die den Einsatz extrem sinnvoll machen. Eine sehr wichtige ist die Möglichkeit, im Team zu arbeiten. Du kannst ein ganzes Redaktionsteam nutzen mit unterschiedlichen Verantwortlichkeiten. So lastet Arbeit und Verantwortung auf mehreren Schultern. Die mit Abstand wichtigste Funktion ist aber die Möglichkeit, bei Facebook mit der Seite Werbung zu schalten. So hast Du die Möglichkeit, Beiträge und andere Dinge schnell und unkompliziert an eine große und genau ausgewählte Zielgruppe auszuliefern. Es ist enorm schwierig, ausschließlich mit organischer – also unbezahlter – Reichweite auf Facebook zu arbeiten. Gerade in einem Wahlkampf wird es aber nötig, auch einmal schnell eine große Zahl von Menschen zu erreichen.

Außerdem bietet Euch die Facebook-Seite andere schöne Funktionen, wie Statistiken und die Einbindung in Eure Website. Somit ist sie ein unverzichtbares Tool in Deinem Marketing!

Mein Argument für ein Facebook-Profil

Social Media Marketing sollte sehr persönlich sein, sehr nahbar. Es geht um einen menschlichen Kontakt, um Beziehungen und Verbindungen. Diese erreichst Du mit einem Profil bei Facebook am besten. Erstens ist es die glaubwürdigere Platform. Jeder weiß, dass eine Seite eine eher offizielle Geschichte ist. Ein Profil dagegen ist privat. Zweitens bietet Dir ein Profil eine gegenseitige Verknüpfung mit anderen Menschen. Die Facebook-Seite ist dagegen nur einseitig. Du kannst also mit anderen Menschen auf Facebook interagieren und mit Ihnen schreiben, ihre Beiträge kommentieren, Dich austauschen.

Das vermutlich wichtigste Argument: Du kannst in Gruppen gehen. Auch dies ist mit einer Facebook-Seite nicht möglich. So kannst Du Dich an den Diskussionen vor Ort beteiligen und ansprechbar sein. Außerdem hast Du es mit einem Profil bei Facebook leichter, eine hohe Reichweite zu bekommen – auch wenn Du diese nicht direkt messen kannst.

Beides nutzen!

Du siehst, beide Möglichkeiten haben Argumente für sich, die nicht wegzudiskutieren sind. Ich wollte auf keines der genannten Features verzichten. Die Lösung kann also nur sein: Du brauchst beides. Die Facebook-Seite und das Facebook-Profil. Du solltest es aber gut machen! Am besten wählst Du den Namen der Seite so aus, dass eine deutliche Unterscheidung möglich ist. Das kann durch einen Zusatz der Partei, oder durch einen eigens gewählten Namen wie „Wir für…“ möglich sein. Behalte aber im Auge, dass der Name möglichst lange hält und universell ist. Inzwischen ist die Änderung des Namens einer Facebook-Seite zwar möglich – aber wie lange und wie oft das passieren kann, bleibt unsicher. Es wäre blöd, wenn Du dann eine Facebook-Seite hast „Max Mustermann MdB“ und plötzlich Bürgermeister wirst…

 

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