LinkedIn: Darum sollten PolitikerInnen und Parteien endlich dabei sein!

LinkedIn für Politiker
Florian Stenner

Florian Stenner

Projektmanager PR, Marketing & Kommunikation bei Magnecon. Er hat beruflich Erfahrungen als Journalist, Pressereferent im Bundestag und Marketingexperte in der Wirtschaft gemacht.
Florian Stenner

Florian Stenner

Projektmanager PR, Marketing & Kommunikation bei Magnecon. Er hat beruflich Erfahrungen als Journalist, Pressereferent im Bundestag und Marketingexperte in der Wirtschaft gemacht.

Mit Unternehmen und Geschäftsführern aus dem Wahlkreis in Kontakt zu stehen und eine Beziehung zur regionalen Wirtschaft zu pflegen, das funktioniert auch über die sozialen Medien. Und zwar mit LinkedIn. In der Politik wird diese Chance oft noch nicht erkannt. Darum geht es hier um die Vorzüge der wichtigsten Business Social Media Plattform und seine Potenziale für die Politik. 

Darum ist LinkedIn anders als Facebook & Co. 

16 Millionen Nutzer sind alleine in Deutschland, Österreich und der Schweiz laut Unternehmensangaben bei LinkedIn angemeldet. Wer auf der Plattform aktiv ist, verfolgt in der Regel ein Ziel: Netzwerkarbeit – digital, nicht ortsgebunden und rund um die Uhr! 

Social Media mit Business Fokus 

LinkedIn ist das Social Network für den Businessbereich. Unternehmen, vom Start-up über den Mittelständler bis zum Konzern, präsentieren auf der Plattform ihre Produkte und Dienstleistungen. Sie stellen ihre Projekte, Werte und Prinzipien vor, sie betreiben Marketing. Und sie suchen nach Talenten, neuen Mitarbeitern oder Investoren. 

Geschäftsführer, Führungskräfte, Angestellte, Geldgeber, Agenturen und Branchenexperten tauschen sich zu Trends in der Wirtschaft aus. Und sie treten mit potenziellen Partnern in Kontakt oder suchen neue Herausforderungen und Projekte. 

Das unterscheidet LinkedIn von anderen Social Networks 

Bei LinkedIn geht es, wie bei anderen Social Media Plattformen auch, um den gegenseitigen Meinungsaustausch und die Interaktionen mit Personen und Organisationen. Im Vergleich zu Facebook und Co. gibt es allerdings ein verbindendes Element, ein zentrales Thema, um das sich Kommunikation und Interaktion drehen: Business. Bei LinkedIn findet man also keinen bunten Strauß an Themen, wie Katzenvideos, Kochrezepte und Influencer für Ernährung oder Fitness. Hier dreht sich (meistens) alles um Wirtschaft, Finanzen, Vertrieb und Marketing. 

Dieser eindeutige Themenfokus hat unmittelbare Auswirkungen auf die Nutzerschaft und deren Art und Weise, miteinander zu kommunizieren und zu interagieren. Bei LinkedIn verlaufen die meisten Diskussionen, verglichen mit Facebook und Co., sachlich, fachlich und konstruktiv. Kurzum: Es herrscht ein deutlich angenehmeres Klima bei LinkedIn. 

Diese Chancen bieten sich der Politik 

Für die Parteien und PolitikerInnen ist LinkedIn aufgrund seiner Nutzerstruktur und der Art und Weise, wie miteinander kommuniziert wird, eine spannende Plattform. Umso erstaunlicher ist es, dass die Politik diese Chance bisher oft noch nicht erkannt hat – weder im Wahlkampf noch in der alltäglichen, politischen Kommunikation. 

Nahezu alle Abgeordneten der Länder und des Bundes sind bei Facebook zu finden. Bei LinkedIn sind PolitikerInnen eher die Seltenheit. Dabei gibt es mindestens drei gute Gründe, LinkedIn für die politische Arbeit zu erschließen. 

1. Unternehmen und Geschäftsführer

Was Recruiter und Vertriebler können, das sollten auch Politiker beherrschen: LinkedIn bietet durch seinen Messenger die Möglichkeit, mit Geschäftsführern und Führungskräften von Unternehmen unkompliziert in Kontakt zu treten. 

Natürlich gehört das förmliche Anschreiben auf postalischem Wege zum guten Ton, wenn man mit einem Unternehmen aus dem Wahlkreis einen Termin vereinbaren möchte. Gerade für die Kontaktpflege bietet sich der Austausch via LinkedIn aber an. Und so mancher CEO reagiert vielleicht auf eine Nachricht über LinkedIn, die auf dem Postweg womöglich unbeantwortet geblieben wäre. 

2. Themen, welche die Wirtschaft bewegen

Für die Wirtschaft relevante Themen aus der Politik finden bei LinkedIn definitiv Gehör. Denn ein wichtiger Bestandteil der Debattenkultur auf LinkedIn besteht aus politischen Themen, welche die Wirtschaft betreffen und bewegen. 

Andererseits schlummern in den Beiträgen und Diskussionen der Wirtschaftsleute wichtige Impulse für die Politik. Stimmungsbilder und Meinungen lassen sich hier gebündelt und tagesaktuell sammeln. Daher ist LinkedIn als innovative Informationsquelle für PolitikerInnen und Parteien anzusehen. 

3. Mitarbeiter von morgen 

Auch Parteien und PolitikerInnen sind immer wieder auf der Suche nach qualifiziertem Personal. In der freien Wirtschaft sind Stellenausschreibungen via LinkedIn fester Bestandteil des Recruitings. Und nicht wenige fähige Experten wurden über einen Austausch über die Social Media Plattform von Unternehmen abgeworben. Auch die Politik kann auf diesem Wege die Mitarbeiter von morgen suchen und finden. Und sich als attraktiver Arbeitgeber positionieren!

Fazit: Die Politik muss endlich die Chancen von LinkedIn nutzen!

Die Themen, die Nutzer und vor allem das Klima, also die Umgangsform und die Sachlichkeit, machen die Business Social Media Plattform für Parteien und PolitikerInnen hochgradig attraktiv. Bei LinkedIn kommt die Politik schnell in Kontakt mit Unternehmen und CEOs, bleibt im Hinblick auf Wirtschaftsthemen Up-To-Date und kann sogar potenzielle MitarbeiterInnen für Geschäftsstellen und Abgeordnetenbüros finden. Darum sollten Parteien und PolitikerInnen LinkedIn unbedingt in ihre Öffentlichkeits- und Netzwerkarbeit aufnehmen! 

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