Warum Marketing unbedingt Chefsache sein muss

Marketing Chefsache

Marketing ist ja nur ein Bereich von vielen, in denen man sich engagieren muss. Oder? Die richtigen Themen sind doch viel wichtiger. Eigentlich stimmt das ja auch. Aber eben nur eigentlich. Marketing sollte heute immer Chefsache sein, ohne wenn und aber. Warum Du hier mit einer falschen Entscheidung Deine gesamte Arbeit gefährden kannst, möchte ich Dir in diesem Blogbeitrag beschreiben.

Marketing wird häufig delegiert

Das Marketing, die Öffentlichkeitsarbeit und ganz besonders das Online-Marketing werden häufig delegiert. Da wird der Mitarbeiter, ein anderes Vorstandsmitglied oder gar eine 450-Euro-Kraft beauftragt, sich „da mal drum zu kümmern“. Die Leitungsebene, also beispielsweise Geschäftsführer, Abgeordnete, Bürgermeister, Vorsitzende, Leiter, kümmern sich um andere Dinge. Meistens wird dies mit den Worten „ich kann mich ja nicht um alles kümmern“ oder „dafür habe ich keine Zeit“ begründet. Man habe ja schließlich wichtigeres zu tun.

Kein Marketing, keine Arbeit!

Meine lieben Chefs, das Problem an der Geschichte ist, dass es erst das Marketing ist, was Euch Eure andere Arbeit überhaupt ermöglicht. Ein gutes Marketing ist fast immer zwingende Voraussetzung dafür, dass alle anderen Arbeiten überhaupt stattfinden können. Ganz konkret: Ein Abgeordneter ist erst durch Marketing zum Abgeordneten geworden, ein Geschäftsführer kann seine Firma nur führen, wenn die Produkte verkauft werden, ein Vorstand ohne Mitglieder und Wähler ist recht einsam.
Ich habe oft erlebt, dass der Bereich Öffentlichkeitsarbeit nicht ernst genommen wird. Ein Beispiel: Ich habe einen Oberbürgermeisterwahlkampf mit-betreut. Die amtierende Oberbürgermeisterin, die ihr Amt verteidigen wollte, tauchte in den Besprechungen nicht ein einziges mal auf – ihre andere Arbeit sei schließlich wichtiger, der Wahlkampf eigentlich lästig. Nehmen wir für eine Sekunde einmal nur das beste im Menschen an: Besagte Oberbürgermeisterin ist natürlich überzeugt, dass ihre Art der Politik das beste für die betreffende Stadt sei. Sie will bestimmt noch diverse Projekte, die sie für wichtig und gut erachtet, durchsetzen. Daran arbeitet sie jeden Tag. Natürlich erscheint da das Marketing, der Wahlkampf, als störend. Er lenkt ja nur von dieser wichtigen Arbeit ab. Er ist aber dennoch wichtig! Denn wenn sie den Wahlkampf nicht ernst nimmt, verliert sie vielleicht ihr Amt – und kann dann ihre so guten und wichtigen Projekte nicht mehr verwirklichen. Merkst Du, worauf ich hinaus will? Marketing ist eben immer mindestens genauso wichtig, wie Dein wichtigstes anderes Projekt. Handelst Du hier anders, gefährdest Du alles andere!

Marketing? Muss Chefsache sein!

Aber warum nun nicht delegieren? Warum sollte es Chefsache sein?
Würdest Du ausgerechnet Dein wichtigstes Projekt delegieren? Marketing muss vom gesamten Team gelebt werden. Wenn ausgerechnet der wichtigste Akteur – also die Chefin oder der Chef! – da nicht mit im Boot ist, kann es nicht erfolgreich werden. Außerdem: Viele Marketingstrategien sind heute auf den ersten Blick so ungewöhnlich, dass Du da von Anfang an mit dabei sein musst. Manche Dinge können Mitarbeiter einfach nicht allein entscheiden. Einfach zu sagen „Ich kenne mich damit nicht aus“ ist eine Ausrede. Das kannst Du ändern. Du musst nicht jedes kleine Element selbst gestalten – aber führend sowohl bei der Erarbeitung der Strategie, als auch bei ihrer Umsetzung mitwirken.

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