Meine Marketingstrategie: In nur vier Schritten erfolgreich Politik machen

Wie beginnt eigentlich eine gute Wahlkampfplanung? Wie fange ich mit der politischen Öffentlichkeitsarbeit an?

Du brauchst eine Strategie!

Irgendwie klingt das zwar so selbstverständlich, aber meistens ist da leider immer ein großes Durcheinander! Es wird sich gleich am Anfang Gedanken über Flyer, Veranstaltungen und vieles weitere gemacht – eine gute Strategie wird aber nicht erarbeitet. Kennst Du das vielleicht?

In meinem Titel verspreche ich Dir, dass Du nur vier Schritte zur erfolgreichen Politik brauchst. Ich bin überzeugt, mit meiner Grundstrategie ist genau das möglich: Du kannst mit dieser Strategie es schaffen, Menschen besser von Deiner Politik zu überzeugen.

Meine Zielpyramide mit vier Stockwerken

Eine gute Öffentlichkeitsarbeit ist wie ein Gebäude. Wenn Du ein Haus baust und gleich am Anfang mit dem Dach oder gar mit der Inneneinrichtung beginnen willst, wird das gewaltig daneben gehen. Du brauchst erst ein Fundament und einen guten Rohbau. So ist es auch im Marketing. Du darfst bestimmte Schritte nicht überspringen – und ohne Fundament läuft schon einmal gar nichts.

Die Ziele, die ich mit meiner Strategie abstecke, habe ich daher in einer Pyramide aufgebaut. Ganz unten ist die Basis, nach oben wird es immer feiner und auch schwieriger.

strategische Öffentlichkeitsarbeit ziele Pyramide1. Das Fundament

Was liegt nun aber ganz unten, als Basis? Sozusagen das wichtigste Element? In meinen Workshops und Seminaren schlagen die Teilnehmer an dieser Stelle meistens die richtigen Inhalte vor. Leider muss ich Dich da enttäuschen. Gutes Marketing kann ich auch ohne Inhalte machen!

Das wichtigste Grundelement ist: Du musst möglichst viele Menschen erreichen. Du brauchst Reichweite! Denn es ist ja so: Du kannst noch so gute Inhalte haben, noch so schöne Konzepte, Ideen, Veranstaltungen. Wenn diese Dinge niemand sieht und niemand wahrnimmt, ist alles für die Katz. Deshalb solltest Du zunächst erst eine gute Reichweite schaffen. Veranstaltungen, bei denen nach größtem Aufwand 19 Parteimitglieder erscheinen und nur zwei, drei Bürgerinnen und Bürger, können zwar richtig gut sein, bringen aber dennoch schlicht nichts.

Deshalb: Frage Dich immer zuerst, wie Du eine hohe Reichweite schaffen kannst. Überprüfe alle Maßnahmen auf die Frage: Können wir so viele Menschen erreichen?

2. Wir brauchen Vertrautheit!

Auf wen hörst Du mehr, wenn Du eine Entscheidung treffen sollst? Auf einen Menschen, den Du glaubst zu kennen – oder auf einen völlig Fremden? Gute Verkäufer werden darauf trainiert, ihren Kunden ein Gefühl der Vertrautheit zu geben. Ein richtig guter Verkäufer schafft es, innerhalb weniger Momente ein solches Gefühl zu schaffen.

Auch in der Politik wollen wir etwas verkaufen: Ideen, Konzepte – und ja, auch Personen.

Menschen sollen sich für Dich und Deine Politik entscheiden, also müssen sie mit Dir vertraut werden. Im Wort Vertrautheit steckt ja auch Vertrauen. Ohne Vertrautheit kein Vertrauen – und ohne Vertrauen keine erfolgreiche Politik. Nicht wenige brillante Politiker mit guten Konzepten und Ideen sind gescheitert, weil die Menschen ihr oder ihm nicht vertraut haben.

Es gilt jetzt also Werkzeuge zu finden, die Vertrautheit bei den Menschen schaffen. Dazu gehört ganz sicher, dass Du etwas von Dir zeigst und offenbarst. Du musst über Dich, über Deine Gedanken und Gefühle sprechen. Zeige, wer Du bist. Politiker, die sich nur hinter Phrasen und hinter einer Maske verstecken, werden immer weniger Erfolg haben können.

3. Zustimmung

Bis zu diesem Punkt haben wir noch garnicht über Inhalte gesprochen. Die Erfahrung zeigt, dass wenn Du bei Punkt zwei – der Vertrautheit – gute Arbeit geleistet hast, der Weg zur Zustimmung zu Deinen Inhalten gar nicht mehr weit ist. Arbeite jetzt daran, Deine Inhalte zu vermitteln – also deine Ziele und Forderungen. Und denke immer daran, dass das beste Konzept nichts taugt, wenn es nicht verstanden wird. Hole die Menschen dort ab, wo sie stehen und bringe sie dazu, Dir und Deinen Ideen zuzustimmen.

4. Unterstützung

Ich habe manchmal das Gefühl, viele konzentrieren sich vor allem auf das dritte Stockwerk, die Zustimmung – und vergessen am Ende, dass man sich auch um Unterstützung bemühen muss. Vergiss eines niemals: Menschen können Dir noch so sehr zustimmen, unterstützen tun sie dich deshalb noch lange nicht! Das kann viele Gründe haben – oft sind sie aber einfach nur völlig unbedarft. Du musst die Menschen dazu auffordern, Dich zu unterstützen. Dies kann ja auf vielerlei Weise passieren: Wählen gehen, mitmachen, spenden, kaufen. Du brauchst ein Element, was Menschen regelrecht mit dem Kopf drauf stößt, dass sie etwas tun müssen.

Fazit

Vielleicht denkst Du jetzt gerade: Das klingt ja alles schön und gut, aber wie setze ich das um? Richtig – das ist nun der nächste Schritt. Es gibt viele Werkzeuge, die Du bei den verschiedenen Stockwerken meiner Pyramide einsetzen kannst – zum Beispiel Storytelling. In diesem Beitrag geht es mir aber vor allem darum, Dich dafür zu sensibilisieren, dass Du Deine Öffentlichkeitsarbeit strukturieren musst. Meine Ziel-Pyramdie darfst Du dabei nicht mit einem Phasenplan verwechseln – dieser zeigt dann ganz konkret einzelne Schritte in einer Kampagne. Die Pyramide ist noch eine Ebene abstrakter gedacht.

Eines ist ganz deutlich: Sorgst Du nicht für Reichweite, Vertrautheit, Zustimmung und Unterstützung, wirst Du am Ende nicht gewinnen können.

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