Öffentlichkeitsarbeit

Öffentlichkeitsarbeit begleitet uns in der Politik auf Schritt und Tritt. Egal ob Du selbst Politiker bist, für eine Partei, einen Verein, Verband, Gewerkschaft oder auch für eine Kirche arbeitest, die politische Öffentlichkeitsarbeit ist Teil Deines Alltags. Mich fasziniert die Öffentlichkeitsarbeit seit langer Zeit - gerade weil sie so vielseitig ist.

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Selbstmarketing

Was genau ist Öffentlichkeitsarbeit?

In der Öffentlichkeitsarbeit geht es darum, Menschen etwas zu vermitteln. Egal ob es politische Inhalte, Forderungen oder Ideen sind, mit den Mitteln der Öffentlichkeitsarbeit versuchen wir, andere Menschen zu überzeugen. Das Ziel der Öffentlichkeitsarbeit ist dabei nicht immer ganz eindeutig In vielen wissenschaftlichen Publikationen wird der Zusammenhang der Öffentlichkeitsarbeit mit Reputation, also dem sogenannten Image betont. Demnach geht es Öffentlichkeitsarbeit nicht unbedingt darum, Menschen zu etwas konkret zu bewegen, sondern ein bestimmtes Bild zu kreieren, eine Haltung zu vermitteln - und dabei außerdem für Bekanntheit zu sorgen. Ich sehe das - als Praktiker - nicht ganz so eng und sage daher: Mir geht es auch darum, dass Menschen meinen Ideen zustimmen und am Ende entsprechend handeln.

Die Mittel der Öffentlichkeitsarbeit sind dabei extrem vielfältig - und reichen von eher indirekten Werkzeugen wie Storytelling bis zu konkreten Maßnahmen wie Veranstaltungen, Publikationen und Anzeigen. Auf meiner Seite gruppiere ich auch die Themen Rhetorik und Selbstmarketing in das Thema Öffentlichkeitsarbeit mit ein. Natürlich würde auch der ganze Bereich des Online-Marketings hier dazu gehören. Er ist aber so groß und so wichtig, dass Du ihn in einem gesonderten Bereich findest.

Definition von Öffentlichkeitsarbeit

Öffentlichkeitsarbeit sind alle Maßnahmen, die dazu dienen, für eine Organisation, eine Person, ein Thema oder ein Unternehmen Bekanntheit und ein gewünschtes Image zu schaffen. Öffentlichkeitsarbeit ist damit identisch mit Public Relations (PR).

Politische Öffentlichkeitsarbeit

Die politische Öffentlichkeitsarbeit unterscheidet sich eigentlich gar nicht so sehr von der Öffentlichkeitsarbeit in anderen Bereichen. Du kannst die gleichen Werkzeuge einsetzen, hast aber manchmal andere Grundvoraussetzungen oder Ziele. Zu der politischen Öffentlichkeitsarbeit zähle ich nicht nur die Bemühungen von Politikern und Parteien sondern auch die von z.B. Gewerkschaften, Verbänden und Vereinen. Am Ende ist es ja schwer abzugrenzen, wann etwas politisch wird!

Politische Öffentlichkeitsarbeit ist nicht mit politischer Kommunikation gleichzusetzen. Warum das so ist und was politische Kommunikation genau ist, erfährst Du hier. 

Öffentlichkeitsarbeit der Parteien

Im Grundgesetz heißt es: "Die Parteien wirken bei der politischen Willensbildung des Volkes mit." Deshalb sind es gerade die Parteien, für die eine wirkungsvolle politische Öffentlichkeitsarbeit essentiell ist. Nur so können sie diesen Verfassungsauftrag wirklich erfüllen. Dafür geben sowohl die Parteien als auch ihre jeweiligen Parlamentsfraktionen viel Geld aus. Ich habe manchmal den Eindruck, dass dies nicht immer ganz zielgerichtet ist. Parteien sollten mit ihrer Öffentlichkeitsarbeit ganz konkrete Ziele verfolgen, die am Ende in konkreten Handlungen der Bürger münden. Daher ist es so wichtig, genau zu wissen, was man mit den vielfältigen PR-Werkzeugen wirklich erreichen möchte.

Einstieg in die Öffentlichkeitsarbeit

Ein erfolgreicher Einstieg in die Öffentlichkeitsarbeit ist gar nicht schwer. Du musst Dich nur an eine wichtige Regel halten: Überlege Dir genau, was wohl bei Deiner Zielgruppe wirkungsvoll ist - und nicht nur bei Dir. Nur weil Du etwas spannend, interessant oder gar wichtig findest, muss das Deine Zielgruppe nicht auch so sehen. Tatsächlich ist es gerade dieser Fehler, der viele Bemühungen gleich zu Beginn zunichte macht. Ich denke da gerade beispielsweise an vermutlich tausende Pressemitteilungen über interne Personalgeschichten aus irgendwelchen lokalen Vorständen der Parteien, die jeden Tag verschickt werden.

Wenn Du wirklich in die Öffentlichkeitsarbeit einsteigen möchtest, solltest Du Dich mit Kommunikationsstrategien auseinandersetzen und verschiedene Werkzeuge lernen - wie z.B. ein gutes Online-Marketing.

Rhetorik: Überzeugend reden

Die Rede ist vermutlich der wichtigste Teil in der Politik. Schon seit vielen tausend Jahren ist sie der zentrale Moment politischen Engagements. Ohne zu debattieren, zu reden und zu argumentieren werden wir niemals Menschen überzeugen können. Deshalb ist dieser Teil des politischen Handwerkszeug so wichtig. Wer Politik machen will, muss gut reden können! Rhetorik kommt aus dem griechischen und bedeutet die Kunst der Rede. Im antiken Griechenland und Rom war die Rhetorik eine bewunderte Disziplin, die jeder erlernen wollte, der etwas auf sich hielt. Rhetorik wird oft als eine Mischung aus Kunst und Wissenschaft bezeichnet - am Ende ist sie aber auch ein Handwerk. Mehr zu Rhetorik findest Du hier!

Reden schreiben

Zur Rhetorik gehört natürlich auch dazu, Reden vorzubereiten und zu schreiben. In der Politik gibt es hierfür oft extra Redenschreiber. Aber nicht jeder kann einen ausgebildeten Redenschreiber engagieren - und so bleibt diese wichtige Aufgabe oft an persönlichen Referenten oder gar bei den Politikern und Mandatsträgern selbst hängen. Wenn Du Dich ehrenamtlich in der Kommunalpolitik oder im Vorstand eines Ortsvereins, Ortsverbandes oder Unterbezirks engagierst, musst Du natürlich so oder so Deine Reden selbst schreiben. Ich habe Dir fünf wirkungsvolle Formeln für gute Reden aufgeschrieben.

Selbstmarketing

Wenn Du erfolgreich sein möchtest, musst Du ein gutes Selbstmarketing machen. Politikerinnen und Politiker sind eigentlich ständig mit Selbstmarketing beschäftigt - und gleichzeitig hat das gesamte Konzept und die Idee von Selbstmarketing einen eher schlechten Ruf. Aber warum eigentlich? Es ist nichts schlimmes, wenn man versucht sich selbst möglichst gut zu positionieren und sich Erfolg wirklich gezielt erarbeitet. Ein professionelles Auftreten sollte eine Selbstverständlichkeit sein. Möchtest Du mehr wissen? Hier findest Du einige hilfreiche Tipps für ein gutes Selbstmarketing!

Networking: Ein gutes Netzwerk hilft

In der Politik dreht sich alles um das richtige Netzwerk. Unsere Demokratie kennt keine echte persönliche Macht. Wenn man über einen Menschen in unserer Gesellschaft sagt, er habe Macht, meint man damit eigentlich, dass er und das was er sagt von vielen anderen Menschen unterstützt wird. Selbst die Kanzlerin hat am Ende nur sehr wenig direkte Weisungsbefugnis. Nur wer ein gutes Netzwerk hat, ist wirklich mächtig und kann viele Dinge umsetzen und beeinflussen. Auch das Networking hat bei uns einen schlechten Ruf, obwohl die gesamte Politik darauf fußt. Am Ende bleibt aber die Regel: Beziehungen schaden nur dem, der keine hat. Wenn Du Erfolg haben möchtest, brauchst Du also ein gutes Netzwerk.

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